Bitcoin Cash Casinos im Vergleich: Was die Schweizer Lizenzlandschaft wirklich hergibt
Wer nach «Bitcoin Cash Casino Vergleich Schweiz» sucht, will eigentlich nur eines wissen: Wo geht das, was kostet es mich, und ist es überhaupt legal. Die kurze, ehrliche Antwort steht am Anfang. Die längere steht in den folgenden Abschnitten.

Stand: 30 September 2026 · Geprüft gegen die ESBK-Liste der konzessionierten Online-Casinos.
In der Schweiz existieren exakt zehn Online-Casinos mit einer gültigen ESBK-Konzessionserweiterung. Jedes davon ist die Online-Verlängerung eines landbasierten Schweizer Spielcasinos, das bereits eine eidgenössische Konzession hält. Bitcoin Cash, Bitcoin, Ethereum oder andere Kryptowährungen werden von keinem dieser zehn Anbieter als Ein- oder Auszahlungsmethode akzeptiert. Wer mit BCH spielen will, spielt bei einem ausländischen Anbieter, der in der Schweiz auf der Sperrliste steht und keine Schweizer Spielerschutzregeln einhalten muss. Dieser Vergleich handelt daher nicht von Bitcoin-Cash-Casinos, die es hierzulande gar nicht legal gibt, sondern von den zehn lizenzierten Häusern, die einem Spieler in der Schweiz überhaupt zur Verfügung stehen, und davon, was der fehlende Krypto-Weg konkret bedeutet.
Inhaltsverzeichnis
- Funktionsweise: Was ein Bitcoin-Cash-Casino eigentlich ist und warum es in der Schweiz nicht funktioniert
- Grundprinzip der Lizenzierung: Warum genau zehn und nicht mehr
- Rechtslage: Was das Geldspielgesetz für Spieler bedeutet
- Spielerschutz: Spielsperre, Sozialkonzept und was sie konkret bringen
- Krypto und Anonymität: Warum «anonymes Bitcoin Cash Casino» in der Schweiz leerläuft
- Zahlungsabwicklung: Was die lizenzierten Häuser tatsächlich anbieten
- Auszahlungsgeschwindigkeit: Was «sofort» in der Schweiz heisst
- Bonusmodelle und Free Spins: Was die Schweizer Häuser bieten und was es kostet
- Mobile Nutzung: App versus Browser bei den Schweizer Häusern
- Spielauswahl: Slots, Blackjack, Roulette, Live-Casino
- Die zehn Anbieter im Detail
- Häufige Fragen
Funktionsweise: Was ein Bitcoin-Cash-Casino eigentlich ist und warum es in der Schweiz nicht funktioniert
Bitcoin Cash entstand am 1. August 2017 durch einen Hard Fork vom Bitcoin-Netzwerk, ursprünglich mit einem Blockgrössen-Limit von 8 MB statt der ursprünglichen 1 MB, später im Mai 2018 auf 32 MB erhöht. Der Mining-Algorithmus ist SHA-256, die maximale Coinmenge auf etwa 19,531 Millionen begrenzt, ähnlich wie bei Bitcoin selbst. Im Oktober 2024 lag BCH auf Platz 15 der Kryptowährungen nach Marktkapitalisierung.

Was ein «Bitcoin Cash Casino» technisch ist, unterscheidet sich nicht von einem klassischen Krypto-Casino: Der Spieler zahlt BCH auf eine Wallet-Adresse ein, der Anbieter verbucht den Gegenwert in seinem internen System, das Spiel läuft auf einem regulären zentralen Server. Die «Anonymität» beschränkt sich darauf, dass kein klassischer Bankweg durchlaufen wird. Identitätsprüfung, Spielverlauf und Auszahlungsadresse bleiben beim Anbieter. Die Blockchain garantiert keine Anonymität, sondern eine öffentliche, permanente Transaktionshistorie.
In der Schweiz verbietet das Geldspielgesetz (BGS), in Kraft seit dem 1. Januar 2019, das Anbieten von Geldspielen an Schweizer Einwohner ohne eine eidgenössische Konzession. Eine Konzession bekommt nur, wer bereits ein landbasiertes Spielcasino betreibt; eine Online-Konzession wird ausschliesslich als Erweiterung dieser bestehenden Konzession vergeben. Ausländische Anbieter sind durch das Gesetz ausgeschlossen und werden über die Sperrliste nach Artikel 86 BGS per DNS-Sperre blockiert.
Krypto-Zahlungen, und damit jede Form von Bitcoin Cash, fallen bei den zehn Schweizer Lizenznehmern aus zwei Gründen heraus. Erstens schreibt das Geldspielgesetz vollständige Identitätsprüfung vor, was sich mit dem pseudony-men Charakter von Krypto-Transaktionen nur schlecht verträgt. Zweitens setzen die lizenzierten Häuser auf lokale Zahlungswege: Schweizer Franken, TWINT, PostFinance, Schweizer Bankkonten. Die Hausbank eines Spielers, nicht eine Wallet, ist die Schnittstelle.
Grundprinzip der Lizenzierung: Warum genau zehn und nicht mehr
Die geschlossene Liste der Online-Casinos folgt direkt aus der Struktur des Geldspielgesetzes. Wer online Glücksspiel anbieten will, braucht eine Konzession der ESBK, der Eidgenössischen Spielbankenkommission. Diese Konzession wird heute ausschliesslich an bestehende landbasierte Schweizer Spielbanken vergeben, als Erweiterung. Damit ist die Zahl der möglichen Online-Anbieter deckungsgleich mit der Zahl der landbasierten Spielbanken, die eine Konzession haben und online gehen.
Per 17. März 2026 listet die ESBK exakt zehn Online-Casinos mit aktiver Konzessionserweiterung. Jedes dieser zehn Häuser ist einem landbasierten Casino zugeordnet:
| Casino | Landbasiertes Casino | Online seit |
|---|---|---|
| Swiss Casinos | Casino Pfäffikon (Swiss Casinos) | 02.09.2019 |
| Jackpots | Grand Casino Baden | 05.07.2019 |
| Mycasino | Grand Casino Luzern | 22.08.2019 |
| Casino777 | Casino Davos | 09.09.2019 |
| Starvegas | Casino Interlaken | 24.02.2020 |
| 7melons | Grand Casino Bern | 15.09.2020 |
| Pasino | Casino Meyrin | 16.11.2020 |
| Swiss4Win | Casino Lugano | 01.03.2021 |
| Admiral | Casino Mendrisio | 16.07.2025 |
| Casineo | Casino Locarno | 17.03.2026 |
Casineo ist das jüngste Haus, online seit dem 17. März 2026, demselben Datum, an dem die ESBK-Liste selbst aktualisiert wurde. Admiral ging am 16. Juli 2025 online, also vor weniger als einem Jahr. Die übrigen acht Häuser sind zwischen 2019 und 2021 an den Start gegangen. Wer hier spielt, spielt nicht bei einem unabhängigen Online-Anbieter, sondern bei der Online-Filiale eines Casinos, das in der Schweiz auch an einem Spieltisch steht.
Rechtslage: Was das Geldspielgesetz für Spieler bedeutet
Die ESBK beaufsichtigt sowohl die landbasierten Spielbanken als auch deren Online-Erweiterungen. Für Lotterien und Sportwetten ist Gespa zuständig (bis 2020 unter dem Namen Comlot). Beide Behörden greifen auf das Geldspielgesetz zurück, das seit dem 1. Januar 2019 in Kraft ist und mit dem «Bundesgesetz über Geldspiele» die Regeln für Geldspiele in der Schweiz vereinheitlicht hat.

Die zentrale Norm für den Spieler findet sich in den Artikeln 71 bis 76 BGS, dem Sozialkonzept und den Spielerschutzmassnahmen. Wer in einem lizenzierten Online-Casino spielt, unterliegt der vollständigen Identitätsprüfung. Anonymes Spiel ist in der Schweiz rechtlich nicht möglich, auch nicht über Krypto-Umwege. Die lizenzierten Anbieter sind verpflichtet, einen Nachweis der finanziellen Verhältnisse einzufordern, wenn jemand häufig oder mit hohen Einsätzen spielt; fehlen diese Unterlagen oder sind die Verhältnisse ungenügend, wird die Person gesperrt.
Für Werbung setzt Artikel 74 BGS klare Grenzen: Werbung darf weder aufdringlich noch irreführend sein, sie darf sich nicht an Minderjährige oder gesperrte Personen richten, und Werbung für nicht konzessionierte Spiele ist verboten. Einen numerischen Bonusdeckel kennt das Gesetz nicht; die inhaltlichen Schranken reichen aus, um besonders aggressive Bonusmodelle auszuschliessen.
Wer Gewinne aus einem Schweizer Online-Casino erzielt, ist bis zum Schwellenwert von einer Million Franken steuerfrei, mit der jährlichen Indexierung für 2026 etwa 1,07 Millionen Franken. Darüber fällt auf den Mehrbetrag die Verrechnungssteuer von 35 Prozent an (Artikel 24 lit. ibis DBG). Gewinne aus ausländischen oder unkon-zessionierten Angeboten sind bereits ab dem ersten Franken steuerpflichtig.
Wer bei einem ausländischen Anbieter spielt, bewegt sich rechtlich in einer Grauzone. Die ESBK formuliert es so, dass die Anbieter strafrechtlich verfolgt werden, nicht die Spieler, dass aber ohne Schweizer Konzession kein Schweizer Spielerschutz greift. Die Sperrliste nach Artikel 86 BGS blockiert ausländische Domains per DNS. Wer sie dennoch erreicht, spielt ohne Sozialkonzept, ohne Spielsperre und ohne die Steuerfreigrenze.
Spielerschutz: Spielsperre, Sozialkonzept und was sie konkret bringen
Jedes lizenzierte Online-Casino in der Schweiz betreibt ein Sozialkonzept. Die Mindestbausteine sind in den ESBK-Vorgaben festgelegt: Identitätsprüfung beim Login, Spielerkonten mit Limitfunktionen, Einsatz- und Zeitprotokolle, geschultes Personal und die Anbindung an die zentrale Spielsperre.
Die Spielsperre funktioniert schweizweit und seit dem 7. Januar 2025 auch im Fürstentum Liechtenstein. Wer sich bei einem der zehn Lizenznehmer sperren lässt, ist automatisch für alle konzessionierten Spielbanken in der Schweiz und in Liechtenstein gesperrt, stationär wie online. Eine Aufhebung ist frühestens nach drei Monaten möglich, und auch dann nur, wenn der ursprüngliche Sperrgrund nicht mehr besteht. Die Sperre ist also kein Knopf, den man zurücknimmt, wenn einem die Lust wiederkommt.
Die zweite Schutzlinie sind die selbst gesetzten Limits. Jeder Spieler kann im eigenen Konto Einzahlungs-, Verlust- und Sitzungslimits setzen, die das lizenzierte Haus auch durchsetzt. Wer ein hohes Einkommen nachweisen kann, darf höhere Limits beantragen; wer das nicht kann, bleibt auf den Standardlimits sitzen. Das ist kein Bonus, sondern eine Schutzmassnahme, die im Geldspielgesetz verankert ist. Anonyme Einzahlungen ohne diese Anbindung, wie sie über Bitcoin Cash möglich wären, fallen durch dieses Raster komplett.
Wer merkt, dass das eigene Spielverhalten kippt, findet auf spielerschutz.swisscasinos.ch Anlaufstellen, die von der Branche selbst betrieben werden. Diese Anlaufstellen gelten für alle lizenzierten Häuser. Bei einem ausländischen Anbieter gibt es diese Anlaufstelle nicht.
Krypto und Anonymität: Warum «anonymes Bitcoin Cash Casino» in der Schweiz leerläuft
Der Traum vom anonymen Casino hat drei Bausteine: keine Bank, keine Ausweispflicht, keine Nachvollziehbarkeit. In der Schweiz fällt jeder dieser Bausteine weg.
Lizenzierte Häuser verlangen eine vollständige Identitätsprüfung, bevor der erste Einsatz möglich ist. Die Identität wird gegen einen amtlichen Ausweis geprüft, die Adresse verifiziert. Wer da nicht durchgeht, spielt nicht. Bargeldähnliche Krypto-Transfers, wie sie Bitcoin Cash ermöglichen würde, sind bei diesen Anbietern keine Option. Die Hausbank, das PostFinance-Konto oder die TWINT-App führen den Zahlungsweg; jede Transaktion ist an die verifizierte Person gebunden.
Selbst die Spielwette läuft über die lizenzierte Plattform, nicht direkt auf der Blockchain. Wer bei einem ausländischen Krypto-Casino spielt, gibt seine Identität gegenüber dem Anbieter preis, nicht gegenüber einer Schweizer Behörde. Die «Anonymität» ist also eine Illusion: Sie schützt vor der Schweizer Aufsicht, aber sie schützt nicht davor, dass ein ausländischer Anbieter die Daten verkauft, bei einer Auszahlung den Ausweis verlangt oder schlicht nicht mehr auszahlt.
Dass ausländische Krypto-Casinos überhaupt erreichbar sind, ist juristisch unerwünscht. Sie stehen auf der Sperrliste der ESBK und werden per DNS-Block ausgesperrt. Wer die Sperre mit VPN umgeht, spielt am Schweizer Recht vorbei und verzichtet auf jede Schweizer Schutzmassnahme. Das ist keine Lücke, die das System übersehen hat; es ist die Konsequenz aus dem geschlossenen Markt.
Zahlungsabwicklung: Was die lizenzierten Häuser tatsächlich anbieten
Wer bei einem der zehn Lizenznehmer einzahlt, zahlt in Schweizer Franken über lokale Zahlungswege. Die genauen Methoden unterscheiden sich von Haus zu Haus.
Swiss Casinos akzeptiert Kreditkarten (Visa, Mastercard, Diners Club, Discover), TWINT, Apple Pay, PostFinance inklusive E-Finance, paysafecard und Banküberweisung. 7melons akzeptiert TWINT, Visa, Mastercard, Apple Pay, PostFinance und paysafecard mit einem Mindestbetrag von CHF 10.-; bei PostFinance liegt der Höchstbetrag bei CHF 100’000.-. Swiss4Win nimmt TWINT-Einzahlungen ab CHF 10.- ohne Zusatzgebühren, die Gutschrift erfolgt sofort, sobald die Zahlung in der TWINT-App bestätigt ist. Bei Casineo liegt die Mindesteinzahlung für alle Zahlungsmethoden bei CHF 10.-, akzeptiert werden TWINT, Kreditkarten und PostFinance. Jackpots führt TWINT, PostFinance, Kreditkarte, Banküberweisung, Apple Pay und paysafecard. Pasino nimmt Twint, Apple Pay, Visa, Mastercard, PostFinance, paysafecard, Neteller, Skrill und Banküberweisungen, Mindesteinzahlung CHF 10.-, Mindestauszahlung CHF 0.01. Admiral arbeitet mit Visa/Mastercard, Skrill, Neteller, Paysafecard, Apple Pay und Twint. Casino777 akzeptiert Visa, Mastercard, TWINT, Apple Pay, Paysafecard, PostFinance Card und Banküberweisung, ohne Einzahlungsgebühren. StarVegas führt VISA/Mastercard, TWINT, Skrill/Neteller, Apple Pay, PostFinance, Aircash Abon und paysafecard, Mindesteinzahlung CHF 10.-. Mycasino gibt den Mindestbetrag für eine Auszahlung mit CHF 10.- an, darunter ist eine vollständige Auszahlung möglich.
Gemeinsamer Nenner: TWINT, Kreditkarten und PostFinance sind in praktisch allen zehn Häusern vertreten. Skrill und Neteller tauchen nur bei einem Teil der Häuser auf. Kryptowährungen fehlen in der gesamten Liste.
Bei Jackpots fallen für TWINT-Einzahlungen keine Zusatzgebühren an, die Zahlung wird sofort verarbeitet. Auszahlungen erfolgen ausschliesslich auf ein Schweizer Bank- oder Postkonto auf den eigenen Namen; Auszahlungen auf Kreditkarte oder Revolut sind ausgeschlossen. Die Banküberweisung ist die langsamste Auszahlungsmethode und benötigt ein bis zwei Werktage, bis der Betrag auf dem Spielerkonto verfügbar ist.
Auszahlungsgeschwindigkeit: Was «sofort» in der Schweiz heisst
Eine «sofortige BCH-Auszahlung», wie sie auf ausländischen Krypto-Casino-Plattformen beworben wird, ist in der Schweiz durch die Regulierung gebremst. Auszahlungen müssen auf ein verifiziertes Konto im eigenen Namen erfolgen, was bei Kryptowährungen bedeuten würde, dass der Anbieter die Wallet-Inhaberschaft verifiziert. Die lizenzierten Häuser gehen diesen Weg gar nicht erst.
Bei den CHF-Wegen ist TWINT die schnellste Einzahlungsmethode: Die Gutschrift erfolgt sofort nach Bestätigung in der TWINT-App, eine Zusatzgebühr fällt nicht an. Bei Auszahlungen ist die Bank- oder PostFinance-Überweisung Standard, ein bis zwei Werktage, bis der Betrag auf dem Konto ist. Bei Jackpots ist genau diese Banküberweisung die langsamste Variante; TWINT selbst wird für Auszahlungen in den meisten Häusern nicht angeboten, weil TWINT keine Auszahlungs-API in diesem Sinne hat.
Wer in der Schweiz mit «sofortiger Auszahlung» wirbt, muss erklären, was er darunter versteht. Eine Sofortauszahlung gibt es nur auf dem Einzahlungsweg. Auf dem Auszahlungsweg dominiert die Banklaufzeit.
Bonusmodelle und Free Spins: Was die Schweizer Häuser bieten und was es kostet
Die ESBK schreibt keinen Bonusdeckel vor, aber sie schreibt vor, dass Werbung nicht irreführend sein darf. Das setzt den Boni Strukturen, die lesbar sind und keine versteckten Multiplikatoren transportieren.
Jackpots bietet Neukunden auf die ersten vier Einzahlungen einen Willkommensbonus von insgesamt bis zu CHF 2’200.- sowie 200 Freespins, wobei die erste Einzahlung zu 100 Prozent bis CHF 700.- verdoppelt wird. Das ist der konkret bezifferte Bonus, den die ESBK-Liste hergibt. Die anderen neun Häuser publizieren ihre Bonusmodelle direkt auf ihren Plattformen; sie liegen alle im einstelligen Tausenderbereich und verteilen sich auf die ersten Einzahlungen. Free-Spins-Pakete sind verbreitet, in der Regel zwischen 50 und 200 Stück.
Was ein Umsatzfaktor konkret bedeutet
Die meisten Schweizer Boni sind an einen Umsatzfaktor gebunden, der vorgibt, wie oft der Bonusbetrag durchgespielt werden muss, bevor eine Auszahlung möglich wird. Üblich sind Faktoren zwischen 30- und 45-mal, je nach Haus und Spiel.
Ein Willkommensbonus von CHF 700.- bei einem Umsatzfaktor von 35 bedeutet ein erforderliches Umsatzvolumen von CHF 24’500.-. Bei einem Slot mit 5 Sekunden Spin-Dauer und einem durchschnittlichen Einsatz von CHF 1.- pro Spin entspricht das etwa 24’500 Spins, also rund 34 Stunden reine Spielzeit. Wer in dieser Zeit verliert, verliert real; wer gewinnt, nimmt den Gewinn nur dann mit, wenn er die Umsatzbedingungen am Stück erfüllt.
Das ist kein Trick, sondern die übliche Mechanik. Wer sie ignoriert, spielt ein anderes Spiel als das, das auf der Werbung steht. Das «Bonusgeld» ist geliehenes Geld, und der Lieferant holt es sich über den Umsatzfaktor zurück. Wer das Spiel nicht durchrechnet, rechnet nicht.
Free Spins: Gewinn oder Werbegag
200 Freespins klingt nach viel, ist es aber nicht. Bei einem Slot-Einsatz von CHF 0.20 pro Spin und 200 Spins liegt der Bruttoeinsatz bei CHF 40.-. Ein anständiger Slot gibt 94 bis 96 Prozent davon als Gewinne zurück, in diesem Fall also rund CHF 37.60 bis CHF 38.40. Wer Free Spins als Geschenk versteht, lässt sich täuschen; wer sie als Werbung liest, weiss, was sie sind.
Wichtig ist die Einsatzhöhe. Viele Free-Spins-Pakete sind an einen niedrigen Einsatz gebunden und an bestimmte Slots, oft nicht die Slots mit der höchsten Auszahlungsquote. Die Bedingungen stehen in den AGB, und genau dort gehören sie gelesen.
Mobile Nutzung: App versus Browser bei den Schweizer Häusern
Wer in der Schweiz mobil spielen will, spielt in der Regel über den Browser. Eine native Casino-App ist im Apple App Store in der Schweiz nicht verfügbar, weil Apple das Angebot von Glücksspiel-Apps in vielen Märkten beschränkt. Die ESBK-lizenzierten Häuser reagieren darauf mit responsiven Web-Plattformen, die im Browser auf iPhone und Android gleichermassen laufen.
Die mobilen Browser-Versionen bieten das volle Spielportfolio, inklusive Live-Casino, Ein- und Auszahlung über TWINT und Push-Benachrichtigungen, sofern man die Seite als «Zum Startbildschirm hinzufügen»-Icon ablegt. Die Erfahrung liegt sehr nah an einer nativen App, ohne deren Speicherprobleme.
Für die Spieler bedeutet das: kein Download, keine Speicherplatzsorgen, keine Update-Pflicht. Wer ein iPhone hat, surft einfach auf Jackpots, Mycasino oder einem anderen lizenzierten Haus und spielt. Der Login erfolgt mit denselben Daten wie am Desktop, die Spielsperre gilt plattformübergreifend.
Spielauswahl: Slots, Blackjack, Roulette, Live-Casino
Das Spielportfolio der zehn lizenzierten Häuser ist eng, weil die ESBK nur Spiele zulässt, die zuvor geprüft und zertifiziert wurden. Diese Prüfung umfasst den Zufallsgenerator, die Auszahlungsquote und die Spielmechanik. Slots, Tischspiele und Live-Casino sind durchgehend vertreten; bei manchen Häusern ist das Live-Casino auf wenige Studios beschränkt, bei anderen ist das Portfolio breit.
Bei den Slots dominieren klassische Spielautomaten mit Walzen und Gewinnlinien, ergänzt durch moderne Megaways-Mechaniken. Die Auszahlungsquoten liegen in der Regel zwischen 94 und 97 Prozent, was in etwa dem internationalen Standard entspricht. Bei Blackjack und Roulette liegt der Hausvorteil niedriger als bei Slots, aber das Spieltempo ist höher, was den Vorteil pro Stunde vergleichbar macht.
Das Live-Casino wird von spezialisierten Studios betrieben, die ihrerseits von der ESBK zertifiziert sind. Wer Live-Blackjack oder Live-Roulette spielt, spielt gegen einen echten Croupier, dessen Karten und Kessel über Kameras übertragen werden. Die Technik ist dieselbe, die auch landbasierte Casinos einsetzen, nur ohne den Weg dorthin.
Poker wird nicht als Casino-, sondern als Geschicklichkeitsspiel eingestuft und ist in der Schweiz über die Plattformen von Gespa lizenziert. Die zehn Casino-Lizenznehmer bieten Video-Poker als Spielautomaten-Variante an, nicht als Ring-Game gegen andere Spieler.
Die zehn Anbieter im Detail
Die folgenden zehn Blöcke beschreiben jeden lizenzierten Anbieter nach seinem Stand zum Zeitpunkt der ESBK-Liste vom 17. März 2026. Keine Empfehlung, kein Ranking; die Reihenfolge folgt der Liste der ESBK.
Swiss Casinos – der Pfäffikoner Online-Auftritt
Swiss Casinos ist die Online-Verlängerung des Casino Pfäffikon und seit dem 2. September 2019 online. Die Akzeptanz von Kreditkarten ist breit: Visa, Mastercard, Diners Club und Discover werden alle genommen, dazu TWINT, Apple Pay, PostFinance mit E-Finance, paysafecard und Banküberweisung. Die Marke Swiss Casinos gehört zu den etabliertesten Häusern am Markt.
Wer ein etabliertes, transparent geführtes Haus sucht und auf das gesamte Zahlungsportfolio Wert legt, ist hier richtig. Die breite Kartenakzeptanz ist ein Vorteil für Spieler, die keine TWINT-App installieren wollen.
7melons – der Berner Online-Auftritt
7melons gehört zum Grand Casino Bern und ist seit dem 15. September 2020 online. Die Mindesteinzahlung liegt bei CHF 10.-; PostFinance akzeptiert Einzahlungen bis CHF 100’000.-. Das Zahlungsportfolio umfasst TWINT, Visa, Mastercard, Apple Pay, PostFinance und Paysafecard. Der Mindestbetrag ist konsequent, das PostFinance-Limit für hohe Einsätze grosszügig.
Wer hohe Einsätze plant und auf PostFinance setzt, findet hier einen klaren Höchstbetrag. Für Gelegenheitsspieler mit kleinen Einzahlungen bleibt 7melons eine unkomplizierte Option.
Swiss4Win – der Luganeser Online-Auftritt
Swiss4Win gehört zum Casino Lugano und ist seit dem 1. März 2021 online. Die Stärke des Hauses liegt in der TWINT-Integration: Einzahlungen ab CHF 10.- ohne Zusatzgebühren, Gutschrift sofort nach Bestätigung in der App. Wer TWINT als Standard nutzt, kommt hier auf direkten Weg.
Das Tessiner Casino hat einen italienischsprachigen Hintergrund, was sich in der Plattformgestaltung niederschlägt. Für Spieler aus der Deutschschweiz ist das kein Hindernis, die Plattform ist zweisprachig.
Casineo – der Locarner Online-Auftritt
Casineo gehört zum Casino Locarno und ist seit dem 17. März 2026 online, das jüngste Haus auf der Liste. Die Mindesteinzahlung beträgt einheitlich CHF 10.-; akzeptiert werden TWINT, Kreditkarten und PostFinance. Das Zahlungsportfolio ist schmaler als bei den etablierten Häusern, was mit dem jungen Alter der Plattform zusammenhängen dürfte.
Wer das neueste Haus testen will, ist hier richtig. Der Mindestbetrag ist konsequent, das Portfolio wird vermutlich wachsen.
Jackpots – der Badener Online-Auftritt
Jackpots gehört zum Grand Casino Baden und ist seit dem 5. Juli 2019 eines der ersten Online-Häuser überhaupt. Der Willkommensbonus ist mit bis zu CHF 2’200.- und 200 Freespins auf die ersten vier Einzahlungen der konkret bezifferte Höchstwert unter den Schweizer Anbietern; die erste Einzahlung wird zu 100 Prozent bis CHF 700.- verdoppelt. Das Zahlungsportfolio umfasst TWINT, PostFinance, Kreditkarte, Banküberweisung, Apple Pay und paysafecard. Für TWINT fällt keine Zusatzgebühr an, die Zahlung wird sofort verarbeitet. Auszahlungen gehen ausschliesslich auf ein Schweizer Bank- oder Postkonto auf den eigenen Namen; Kreditkarte und Revolut sind ausgeschlossen. Die Banküberweisung ist die langsamste Auszahlungsmethode mit ein bis zwei Werktagen.
Wer den grössten publizierten Bonus will, landet hier. Wer eine schnelle Auszahlung will, sollte die Banküberweisung vermeiden und das PostFinance-Konto nutzen.
Pasino – der Meyriner Online-Auftritt
Pasino gehört zum Casino Meyrin und ist seit dem 16. November 2020 online. Die Mindesteinzahlung liegt bei CHF 10.-, die Mindestauszahlung sogar nur bei CHF 0.01. Das ist das niedrigste Auszahlungslimit der Liste und ein Vorteil für Spieler, die kleine Beträge vollständig auszahlen wollen. Akzeptiert werden Twint, Apple Pay, Visa, Mastercard, PostFinance, paysafecard, Neteller, Skrill und Banküberweisungen. Die E-Wallet-Optionen sind breit.
Wer kleine Beträge bewegt und E-Wallets nutzt, hat hier die geringsten Reibungsverluste. Das Haus ist auch im französischsprachigen Markt verankert.
Admiral – der Mendrisier Online-Auftritt
Admiral gehört zum Casino Mendrisio und ist seit dem 16. Juli 2025 online, das zweitjüngste Haus. Akzeptiert werden Visa/Mastercard, Skrill, Neteller, Paysafecard, Apple Pay und Twint. Das Zahlungsportfolio ist breit und auf Geschwindigkeit ausgelegt.
Wer ein junges Haus testen will und auf E-Wallets setzt, findet hier ein solides Set. Die Plattform ist neu, das Portfolio wird sich vermutlich noch erweitern.
Casino777 – der Davoser Online-Auftritt
Casino777 gehört zum Casino Davos und ist seit dem 9. September 2019 online. Akzeptiert werden Visa, Mastercard, TWINT, Apple Pay, Paysafecard, PostFinance Card und Banküberweisung, ohne Einzahlungsgebühren. Der Markenname «777» verweist auf die europäische Casino777-Gruppe, die in mehreren Märkten aktiv ist.
Wer einen etablierten Markennamen sucht und auf Gebührenfreiheit Wert legt, ist hier richtig. Das Haus gehört zu den frühesten Online-Lizenznehmern und hat eine breite Zahlungsbasis.
StarVegas – der Interlakener Online-Auftritt
Starvegas gehört zum Casino Interlaken und ist seit dem 24. Februar 2020 online. Akzeptiert werden VISA/Mastercard, TWINT, Skrill/Neteller, Apple Pay, PostFinance, Aircash Abon und paysafecard, die Mindesteinzahlung beträgt CHF 10.-. Das Zahlungsportfolio ist breit, Aircash Abon ist eine eher ungewöhnliche Methode, die nicht jedes Haus führt.
Wer mit gemischten Zahlungsmethoden experimentieren will, hat hier Optionen. Der Mindestbetrag ist konsequent, das Portfolio vollständig.
Mycasino – der Luzerner Online-Auftritt
Mycasino gehört zum Grand Casino Luzern und ist seit dem 22. August 2019 online. Der Mindestbetrag für eine Auszahlung liegt bei CHF 10.-; liegt das Guthaben darunter, kann es vollständig ausgezahlt werden. Das ist eine pragmatische Lösung, die das vollständige Auszahlen kleiner Restguthaben erlaubt.
Wer kleine Beträge auszahlt und keine Lust auf liegen gelassenes Restguthaben hat, ist hier richtig. Das Haus gehört zu den etabliertesten und hat einen treuen Stamm von Stammkunden.
Häufige Fragen
Ist Bitcoin Cash Spielen in der Schweiz legal?
Nein, in der Schweiz ist das Spielen mit Bitcoin Cash bei keinem der zehn ESBK-lizenzierten Online-Casinos möglich, weil diese kein Krypto akzeptieren. Wer mit BCH spielen will, muss auf einen ausländischen Anbieter ausweichen, der in der Schweiz auf der Sperrliste steht. Die ESBK blockiert diese Anbieter per DNS; die Spieler selbst sind nicht strafrechtlich verfolgt, spielen aber ohne Schweizer Spielerschutz und ohne die Steuerfreigrenze von einer Million Franken.
Woran erkenne ich ein ESBK-lizenziertes Online-Casino?
Jedes lizenzierte Haus ist auf der Liste der ESBK öffentlich einsehbar. Per 17. März 2026 stehen dort exakt zehn Anbieter, jeder davon ist die Online-Verlängerung eines Schweizer landbasierten Casinos mit eidgenössischer Konzession. Wer auf einer Plattform spielt, die nicht auf dieser Liste steht, spielt ohne Schweizer Lizenz und damit ohne Schweizer Spielerschutz.
Wie funktioniert die Spielsperre in der Schweiz?
Eine Spielsperre gilt schweizweit für alle konzessionierten Spielbanken, online wie stationär, und seit dem 7. Januar 2025 auch im Fürstentum Liechtenstein. Sie wird über jedes lizenzierte Haus beantragt; die Aufhebung ist frühestens nach drei Monaten möglich, und nur, wenn der ursprüngliche Sperrgrund nicht mehr besteht. Eine Sperre ist kein Knopf, den man zurücknimmt, wenn einem die Lust wiederkommt.
Sind Casino-Gewinne in der Schweiz steuerfrei?
Gewinne aus Schweizer lizenzierten Online-Casinos sind bis zum Schwellenwert steuerfrei, etwa eine Million Franken pro Jahr (für 2026 wegen Indexierung rund CHF 1,07 Millionen). Darüber fallen auf den Mehrbetrag 35 Prozent Verrechnungssteuer an. Gewinne aus ausländischen oder unkon-zessionierten Angeboten sind bereits ab dem ersten Franken steuerpflichtig. Die individuelle Steuerlage sollte mit einer Steuerberatung geklärt werden.
Was passiert mit ausländischen Casino-Seiten auf der Sperrliste?
Ausländische Anbieter ohne Schweizer Konzession stehen auf der nationalen Sperrliste und werden per DNS-Block nach Artikel 86 BGS gesperrt. Wer die Sperre mit technischen Mitteln umgeht, spielt ohne Schweizer Spielerschutz, ohne Spielsperre und ohne Steuerfreigrenze. Die Anbieter selbst sind strafrechtlich verfolgbar, nicht die Spieler, die dennoch spielen.
Verfasst vom Team von „Casino Live-Tisch CH”.
